40 Jahre Miteinander Arbeit Erleben

„40 Jahre Miteinander Arbeit Erleben“ Werkstätten Karhaus feierten große Jubiläumsfeier

 „Der Geist des Miteinanders und der Wertschätzung ist hier immer spürbar sowie die Heiterkeit und Fröhlichkeit. Jeder Besuch ist für mich immer ganz besonders“, sagte Dülmens Bürgermeisterin Lisa Stremlau beim offiziellen Festakt zur 40-jährigen Jubiläumsfeier der Werkstätten Karthaus am Freitag, 30. Juni 2017. Sie erinnere sich noch genau an ihren ersten Besuch der Werkstätten – vor etwas weniger als 40 Jahren. Damals sei sie mit ihrem kleinen Sohn auf dem Arm in die Werkstatt gekommen, die schon da bekannt war für die schöne handgemachte Kinderkleidung. Sie wurde sehr herzlich empfangen und die Beschäftigten waren direkt so interessiert an ihr und ihrem kleinen Kind. Dieser Moment habe sie als sehr schön erlebt.

Grußworte sprachen auch der ehemalige Leiter der Werkstätten Heinz Steentjes, der sich an viele Begebenheiten aus den Anfängen des Werkstattbetriebes erinnerte, Ute Bankstahl, Vorsitzende des Werkstattrates, sowie Ulla Dietz, stellvertretende Bundesvorsitzende des Sozialdienstes Katholischer Frauen – dem Träger der Einrichtung. Sie hob unter anderem die wichtige Aufgabe der Einrichtung hervor: „Arbeit ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil des Lebens. Teilhabe in der Arbeitswelt und damit auch Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen die Werkstätten. Sie sind Inklusionsexperten für jene mit Unterstützungsbedarf.“

Nach dem Gottesdienst im Festzelt, der viele Lieder zum Mitsingen und Klatschen enthielt, begrüßte Werkstattleiter Christoph Lowens die zahlreichen Gäste und Mitarbeiter. Angelehnt am Leitbild des Anna-Katharinenstift sei das Motto des Tages: „40 Jahre Miteinander Arbeit Erleben“. Denn knapp 660 Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten an drei Standorten für die Werkstätten Karthaus und gingen den unterschiedlichsten Arbeiten nach, berichtete Christoph Lowens. Vieles habe sich in 40 Jahren entwickelt – herausragend sei sicherlich der Karthäuser Winterzauber, der mit seinen vielen Besuchern Dülmen zu einem Zentrum der Weihnachtsmärkte in der Region macht. Christoph Lowens selber sei auch immer mit Freude dabei, denn er „komme jeden Tag gerne zur Arbeit.“

Ein Rahmenprogramm mit viel Musik und Unterhaltungseinlage bot Freizeitpädagoge Georg Breitkopf mit seinem Bewohner- und Mitarbeiterchor. Verkleidet als alte Jungfer gab er kleine Anekdoten aus dem Alltag der Bewohner und Werkstattbeschäftigten zum Besten. Schließlich fanden sich alle Gäste zum Mittagessen im Festzelt zusammen bevor ab 14 Uhr das interne Sommerfest startete.

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