Werkstätten feiern 40. Geburtstag mit Tag der offenen Tür

Werkstätten feiern 40. Geburtstag mit Tag der offenen Tür

Da sind sich langjährige Mitarbeiter und Beschäftigte einig: In den vergangenen 40 Jahren hat sich Vieles in den Werkstätten Karthaus verändert. Bei einem Pressetermin zu den Jubiläumsfeierlichkeiten am Mittwoch, 14. Juni, blickten sie gemeinsam zurück. „Damals als ich zum Anna-Katharinenstift gekommen bin, war hier noch ein Feld“, erzählt Gerti Slamka und bezieht sich auf den jetzigen Werkstattstandort in Weddern, der erst Ende 1985 fertig gestellt wurde. Doch bereits seit 1977 gilt die Werkstatt als anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung. „Ich kann mich noch erinnern, als wir die ersten Männer aufnahmen. Alle waren nervös und haben überlegt, wie wir damit umgehen und dann hat es sich schnell relativiert“, erzählt Thomas Tüllinghoff, der schon als Zivi bei den Werkstätten tätig war und nun im Förderbereich arbeitet. Sein Kollege Stefan Löss war schon als Handwerker am Werkstattbau beteiligt und konnte im Anschluss in der neuen Schreinerei der Werkstatt anfangen. Seither konnte er viele weitere Umbauten unterstützen. „In all den Jahren stand hier nirgendwo was still“, sagt Stefan Löss. Verschiedene Arbeitsbereiche kamen hinzu und es wurde stetig angebaut, um weitere Arbeitsplätze zu schaffen.

Während damals der Gedanke der Fürsorge im Vordergrund stand, läge die Aufgabe heute vor allem darin, die Selbstbestimmung zu fördern, sagt Werkstattleiter Christoph Lowens. Die Werkstätten Karthaus bieten ein breitgefächertes Arbeitsangebot in den unterschiedlichsten Branchen, denn die Menschen mit Behinderung sollen hier einer Tätigkeit nachgehen können, die ihnen auch Freude bereitet. So arbeiten Mitarbeiter und Beschäftigte beispielsweise in der Druckerei, in der Textil-, Metall- oder Holzverarbeitung, in der Verpackung und Montage oder in der Garten- und Landschaftspflege.  „Wir schauen weniger auf die Behinderung, sondern auf die Fähigkeiten und wie wir diese nutzen können“, sagt Lowens. 

Mit dem Blick auf das Positive freuen sich nun alle auf das Jubiläumsfest am 30. Juni und vor allem auf den Tag der offenen Tür für die breite Öffentlichkeit am Sonntag, 2. Juli, von 10 bis 17 Uhr. Hier erwartet die Besucher ein Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt. Sie erhalten spannende Einblicke in die Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und können sich mit hausgemachter Erbsensuppe sowie Kaffee und Kuchen stärken.

 

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